Viele Menschen zeigten Solidarität mit Betroffenen sexualisierte Gewalt. - Bild: flickr/ Junge Generation

Hunderte Menschen haben in Berlin und Hamburg gegen Gewalt an Frauen demonstriert. Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig (SPD) legt erneut mit Reformen nach: Das Kabinett bewilligte verschärfte Strafen beim Einsatz von Betäubungsmitteln, die Änderung am Kindschutzrecht stärkt Frauen bei häuslicher Gewalt. Femizide sollen strenger verfolgt werden. Die elektronischen Fußfesseln dienen Opferschutz, doch Grüne und Linke fordern eine Gesamtstrategie statt isolierter Einzelmaßnahmen. mehr...

Justizministerin Hubig strebt ein Gesamtkonzept für Gewaltschutz an. - Bild: Wikimedia/ Olaf Kosinsky

Die Fallzahlen bei sexualisierter Gewalt steigen seit Jahren: Die von Bundesjustizministerin Dr. Stefanie Hubig (SPD) geplante Gesetzesreform des Kindschutzrechts soll Frauen und Kinder besser vor häuslicher Gewalt schützen. Ebenso möchte Hubig künftig Femizide strafrechtlich strenger verfolgen. Der Bundestag hat für die Einführung von elektronischen Fußfesseln gestimmt. Grüne und Linke bezweifeln die Wirkung von Einzelmaßnahmen und plädieren für eine Gesamtstrategie wie in Spanien. mehr...

DGB-Bundeskongress: Am Redepult die wiedergewählte Vorsitzende Yasmin Fahimi (Bild: Christian Plambeck/DGB)

Der 23. DGB-Bundeskongress hat am Montag in Berlin ein klares Bekenntnis zu einer geschlechtergerechten - ausdrücklich „feministisch" genannten - Wirtschafts- und Finanzpolitik abgelegt. In einem auf Initiative des DGB-Bundesfrauenausschusses beschlossenen Antrag werden die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgefordert, in die Gleichstellung der Geschlechter zu investieren und die Perspektiven und Bedürfnisse von Frauen in alle wirtschaftspolitischen Entscheidungen einzubeziehen. mehr...

Das aus dem Sondervermögen des Bundes geplante Investitionsprogramm für den Ausbau der Kindertagesbetreuung im Volumen von 4,0 Milliarden Euro ist nach Angaben von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) jetzt unterzeichnungsreif. Nach einer Mitteilung ihres Ministeriums vom 5. Mai liegt die finale, gemeinsam von Bund und den Bundesländern ausgehandelte Fassung der Verwaltungsvereinbarung jetzt zur Unterschrift vor. Die Mittel stammen aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ und sollen in den Jahren 2026 bis 2029 bereitgestellt werden. mehr...

Das EP macht sich bei sexualisierter Gewalt für die Ja-heißt-Ja-Regel stark. - Bild: EP/ Fred Marvaux

Mit überwältigender Mehrheit hat das Europäische Parlament (EP) für die „Nur Ja heißt Ja“-Regelung bei Vergewaltigung gestimmt. Es fordert die Europäische Kommission (EC) auf, für die EU Rechtsvorschriften einer konsensbasierten Definition vorzulegen. EU-Staaten, deren Gesetze die Straftat von Gewalt abhängig machen, sollen sich an internationale Standards anpassen. Opfer müssten überall in der EU umfassenden Schutz erfahren. Auch die SPD setzt sich für einen Paradigmenwechsel.ein. mehr...

Die EC legt u.a. einen neuen Atkionsplan für Frauen, Frieden, Sicherheit auf. - Wikim./ Chatham House

Gewalt gegen Frauen bekämpfen, gleiche Löhne, politische Teilhabe, reproduktive Rechte verwirklichen: Feminist:innen begrüßen, dass die Europäische Kommission (EC) Umsetzung wichtiger EU-Richtlinien voranbringen möchte, vermissen jedoch verbindliche Maßnahmen. Europäisches Parlament (EP), S & D-Fraktion und European Women´s Lobby (EWL) fordern neue Gesetze, Deutscher Juristinnenbund (djb) und Frauenrat (DF) Ergänzungen beim Gewaltschutz, das Anti-Rassismus-Netzwerk (ENAR) stärkeres Berücksichtigen vulnerabler Gruppen. mehr...

Frauen bringen Sexualstraftaten nur äußerst selten zur Anzeige. - Bild: pexels/ Mart Production

Mehr Fälle von Vergewaltigungen und Übergriffen: Die SPD möchte Frauen ermutigen, Sexualstraftaten zu melden. Aufgabe von Bund und Länder sei es, Opfer zu schützen, Täter zu bestrafen. Das Speichern von IP-Adressen begrüßt ihre rechtspolitische Sprecherin Carmen Wegge als wichtige Hilfe im Kampf gegen Kinderpornografie. Die Linken kritisieren am Digitalschutzgesetz ein zu langwieriges Procedere. Man müsse Behörden weiterbilden, Beratungsangebote angemessen ausstatten. mehr...

ZWDIGITAL zwd-WAHLRECHTSREFORM-KONFERENZ, ENTGELTGLEICHHEIT, GANZTAGSBETREUUNG : Die aktuelle Ausgabe